Fahrradhelm im Fahrradanhänger: notwendig oder nicht?

Kind in einem Helm für einen Fahrradanhänger

Viele Eltern fragen sich, ob es wirklich notwendig ist, dass Kinder einen Helm im Fahrradanhänger tragen. Abgesehen von gesetzlichen Bestimmungen gibt es gute Gründe für die Investition in den zusätzlichen Schutz, den ein Fahrradhelm Ihrem Kind bietet! Fahrradhelme sind heute leicht, bequem und schick. Hier erfahren Sie, was ein guter Kinder-Fahrradhelm ausmacht und wie Sie ihn finden.

Warum braucht man einen Helm in einem Fahrradanhänger?

Mittlerweile ist fast jeder Fahrradhelm leicht und passgenau genug, um nicht mehr als lästig empfunden zu werden. Durch Reflektoren und grelle Farben sorgt so ein Helm außerdem dafür, dass andere Verkehrsteilnehmer Ihr Kind besser sehen können.

Eine gute Nachricht ist zwar, dass Fahrradanhänger selten in einen Unfall geraten und stark genug sind, das Kind vor Verletzungen zu schützen. Fahrradanhänger gelten als die sicherste Art, mit dem Fahrrad mitzufahren.

Wenn es aber doch einmal zu einem schweren Unfall kommt, schützt der Fahrradhelm im Fahrradanhänger den Kopf des Kindes. Das ist besonders wichtig, weil über 70 Prozent der schweren Verletzungen bei Kindern, wenn sie einen Radunfall haben, Kopfverletzungen sind! Verletzungen des Gehirns lassen sich in den meisten Fällen einfach vermeiden, indem die Kinder einen Helm tragen. Der Helm kann bis zu zwei Drittel der Energie absorbieren, die bei einem Aufprall direkt auf den Kopf wirken würde.

Wenn sich Kinder schon im Anhänger an einen Helm gewöhnen, werden sie ihn auch später beim Radfahren und bei anderen gefährlichen Sportarten ganz selbstverständlich aufsetzen.

Müssen Kinder im Fahrradanhänger einen Helm tragen? Die Antwort lautet für den deutschen Raum also ja und nein. In manchen Ländern ist es Pflicht aber in Deutschland gibt es dazu keine gesetzliche Regelung – es liegt im Ermessen des Erwachsenen, der das Kind im Anhänger zieht. Mehr dazu erfahren Sie auf dieser Seite.

Ab wann Fahrradhelm im Anhänger beim Fahren tragen? Das ist wirklich die Entscheidung des Erziehungsberechtigten oder der Aufsichtsperson des Kindes, die den Anhänger zieht. Sehr kleine Kinder empfinden einen Helm oft als störend und ältere Kinder können sich besser damit abfinden, da sie den Sinn eines Helmes besser verstehen. Lesen Sie weiter für die gesetzlichen Bestimmungen.

Gesetzliche Bestimmungen

In Deutschland gibt es noch keine gesetzlich vorgeschriebene Helmpflicht. In Österreich müssen Kinder unter zwölf Jahren, die im Fahrradanhänger mitfahren, den Helm tragen. In der Schweiz ist der Fahrradhelm in jedem Fall vorgeschrieben. Verantwortlich dafür, dass ein Kind den Helm tatsächlich trägt, ist immer die Person, die es gerade beaufsichtigt.

Die Helmpflicht für Kinder im Fahrradanhänger gibt es auch in Tschechien, Kroatien, Schweden, Slowenien, der Slowakei und in vielen Teilen der USA.

Einen speziellen, vom Gesetz vorgeschriebenen Fahrradanhänger Helm gibt es in keinem Land auf der Welt aber es gibt viele Modelle, die in einem Anhänger beim Sitzen und Angeschnalltsein bequemer anliegen als andere. Lesen Sie dazu weiter und finden Sie den passenden Helm für Ihr Kind und Ihren Fahrradanhänger. Diese gibt es leicht online zu finden aber auch in vielen Radfachgeschäften zu erhalten.

Wie finde ich den richtigen Helm?

Manche Kinder legen sich im Fahrradanhänger gern flach hin. Der Fahrradhelm im Anhänger sollte auch in dieser Position bequem sein und nicht drücken. Es ist wichtig, darauf zu achten, dass der Kopf eines Kindes noch wächst. Sie sollten daher den Fahrradhelm, wenn er nicht mehr passt, unbedingt austauschen. Ein Helm, der zu klein geworden ist, bietet keinen guten Schutz mehr.

Wenn Sie sich auf die Suche nach einem guten Fahrradhelm für Ihr Kind machen, sind die wichtigsten Kriterien die passende Größe, das Datum der Herstellung und eine gute Qualität bei der Verarbeitung. Der Helm sollte nicht älter als ein Jahr sein, wenn Sie ihn kaufen. Das Material altert nämlich auch ohne äußere Beschädigung.

Falls Sie sich noch nicht für ein Produkt entschieden haben, können Sie einen Blick auf die Testergebnisse bei ADAC und Stiftung Warentest werfen. Diese Organisationen prüfen immer wieder Kinder-Fahrradhelme auf Herz und Nieren. Auch in Fachmagazinen finden Sie laufend aktuelle Tests.

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